glasses-272399_1280Das haben wir aber anders gelernt…

Alle haben wir einmal eine Schulbildung geniessen dürfen und dabei war auch das Fach Deutsch vertreten. Wir haben uns abgemüht mit der verwirrenden deutschen Grammatik, mit der nicht immer so einfachen Orthografie und natürlich mit den Satzzeichen.

Für die meisten war das dann auch noch vor der Rechtschreib-Reform, die 1996 zum ersten Mal Verwirrung stiftete und mit Korrekturen 2004 und 2006 definitiv gültig wurde. Das Durcheinander scheint also unvermeidlich.

 

Vor ‚und‘ hat es nie ein Komma

Das kann man so nicht sagen. In einer Aufzählung werden tatsächlich die einzelnen Punkte mit Kommas getrennt und der letzte Punkt ohne Komma, dafür mit einem ‚Und‘ verknüpft. Wer jetzt vor lauter Punkt, Komma und Und bereits den Überblick verloren hat, soll sich nicht beunruhigen. Das kann vorkommen, und zwar öfter als man denkt. Mooooment! Wieso stand da jetzt ein Komma vor dem Und? Ganz einfach, weil die nachgestellte Erläuterung ‚und zwar‘ mit einem Komma abgetrennt wird. Ebenso hier: Es wird Zeit, dass es weitergeht, und das bald einmal.

Wortwiederholungen sollten auf jeden Fall vermieden werden

Richtig eingesetzt, können Wortwiederholungen durchaus sinnvoll sein. Sie können als Stilmittel genutzt werden, um einen Sachverhalt zu betonen oder etwas Gewicht zu verleihen.

Sie, lieber Kunde, sind uns wichtig, weil Sie unseren Lohn bezahlen, weil Sie dafür sorgen, dass es uns gut geht, und im Gegenzug sorgen wir dafür, dass Sie an unserem Produkt Freude haben, dass Sie damit rundum zufrieden sind.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Internet. Wer bei Suchmaschinen gefunden werden will, muss auch auf die so genannte Keyword-Dichte achten. Das heisst, dass ein Suchbegriff auf einer Seite am besten mehrmals vorkommen soll. Man sagt, dass eine Keyworddichte von 3 – 5% ideal ist, das heisst, dass die Keywords 3 – 5% des Textvolumens ausmachen sollten.

Deutschlehrer sind keine Werber, Journalisten auch nicht unbedingt

Wären sie es, hätten manche vielleicht mehr Freude an der deutschen Sprache. Aber Spass beiseite: Was in der Werbung funktioniert, muss nicht zwingend eine schöne oder gar poetische Sprache sein. Es gibt viele herausragende Schriftsteller, die aber nicht zwingend auch gute Werber sein müssen.

Ebenso die Journalisten. Diese können sehr gut über ein Ereignis oder auch über eine Sache berichten. Sie sind es gewohnt, mit Wortbildern zu arbeiten und lebendige Wörter zu nutzen. Nur ist es eben noch einmal etwas anderes, wenn es darum geht, in Lesern einen Wunsch nach einem Produkt zu wecken. So kann es sein, dass selbst Journalisten bei der Aufgabe scheitern, ein Produkt zu vermarkten.

 

 

Das haben wir aber anders gelernt…

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